DREIFACHE VERBINDUNG DES BÖSEN
Dem Propheten Johannes werden in einer Vision drei widergöttliche Mächte offenbart:
- Der Drache (vgl. Offb 13,4a)
- Das Meertier (vgl. Offb 13,1-10)
- Das Erdentier (vgl. Offb 13,11-18)
Diese drei Mächte wirken zusammen.
DER DRACHE
Der Prophet Johannes sieht:
„Der Drache gab ihm (dem Meertier) seine Kraft und seinen Thron und große Macht.“ (Offb 13,2b)
Frage: Wer ist der Drache?
Antwort: „Dieser große Drache - die alte Schlange, die Teufel genannt wird oder Satan oder der, der die ganze Welt verführt - wurde mit all seinen Engeln auf die Erde geworfen.“ (Offb 12,9)
Antwort: „Dieser große Drache - die alte Schlange, die Teufel genannt wird oder Satan oder der, der die ganze Welt verführt - wurde mit all seinen Engeln auf die Erde geworfen.“ (Offb 12,9)
Der Drache ist in erster Linie Satan aber andererseits auch sein Werkzeug – das Römische Imperium.
Dieser Drache bzw. Satan wird angebetet, „weil er dem Tier (aus dem Meer) solche Macht gegeben hatte.“ (Offb 13,4a)
DAS TIER AUS DEM MEER
Der Prophet Johannes sagt weiter:
„Und dann sah ich ein Tier aus dem Meer aufsteigen, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Und auf seinen Hörnern hatte es zehn Kronen. Und auf jedem Kopf stand ein Name, der Gott verspottete. Dieses Tier sah aus wie ein Panther, aber es hatte Bärentatzen und ein Löwenmaul!“ (Offb 13,1.2)
Kennzeichen:
- Kommt aus dem Meer (vgl. V. 1a)
- Tödlich verwundet aber die tödliche Wunde wurde geheilt (vgl. v. 3b)
- Herrscht 42 Monate lang (vgl. V. 5b)
- Lästert Gott (vgl. V. 6a)
- Führt Krieg gegen die Heiligen (vgl. V. 7a)
- Wird angebetet (vgl. V. 8)
- Das Tier ist ein Sinnbild für Königreiche (vgl. Dan 7,23)
- Das Meer ist ein Sinnbild für Völker (vgl. Jes 17,12; Jer 4,6.7)
DAS JAHR-TAG-PRINZIP
Ein wichtiger Grundsatz der prophetischen Auslegung in Verbindung mit Zeitweissagungen ist das „Jahr-Tag-Prinzip“, in dem ein Tag der prophetischen Rechnung einem Jahr von 360 Tagen entspricht.
Zwölf israelitischen Späher kundschafteten das Land Kanaan in 40 Tage aus, ehe sie es einnehmen wollten und als sie zurückkehrten, entmutigten sie die Hebräer mit ihrem Bericht, so dass sie sich weigerten das verheissene Land in Besitz zu nehmen. Deshalb verhängte der Herr folgenden Urteilsspruch über sie:
„Weil die Männer 40 Tage das Land erkundet haben, sollt ihr 40 Jahre lang die Folgen eurer Sünde tragen: ein Jahr für jeden Tag.“ (4. Mo 14,34)
Eine ähnliche Methode zur Berechnung der zukünftigen Zeit finden wir beim Propheten Hesekiel. Der Herr beauftragt den Propheten:
„Wenn du diese Zeit hinter dich gebracht hast, dann dreh dich um und leg dich auf deine rechte Seite und trag die Schuld des Hauses Juda. 40 Tage - einen Tag für jedes Jahr, so lege ich es dir auf.“ (Hes 4,6)
Dieses Jahr-Tag-Prinzip ist wichtig, wenn es um die Zeitbestimmung der Prophezeiung der 42 Monate geht.
42 Monate = 1260 Tage = 1260 prophetische Jahre.
Die 42 Monate (vgl. Offb 11,2) bezeichnen dasselbe wie die 1260 Tage (vgl. Offb 11,3; Offb 12,6) oder die 3 ½ Jahre (Dan 7,25; Dan 12,7; Offb 12,14).
Es gibt nur eine Macht, die aus dem Völkermeer in Europa hervorgegangen ist und 1260 Jahre herrschte. Es ist das Papsttum, die römisch-katholische Kirche.
HERRSCHT 42 MONATE LANG
Der Prophet Johannes erkennt:
„Und es erhielt die Macht, zweiundvierzig Monate lang zu tun, was es wollte.“ (Offb 13,5b)
Der oströmischen Kaisers Justinian I. hatte im Jahre 533 n. Chr. ein Dekret herausgegeben, welches den Bischof von Rom als Oberhaupt über alle Kirchen der Christenheit einsetzte und im Jahre 538 in Kraft trat. Darin heißt es:
„Wir sind bestrebt gewesen, alle Priester im ganzen Gebiet des Orients zu vereinen und Ihrer Heiligkeit zu unterwerfen [...] Denn wir dulden es nicht, dass etwas, das zur Sprache gebracht wird, wenn es auch klar und unbestreitbar ist, und sich mit den Angelegenheiten der Kirche beschäftigt, nicht vorher Ihrer Heiligkeit unterbreitet werden, als dem Haupt aller Kirchen. Denn, wie wir vorher gesagt haben, wir sind eifrig bemüht, die Ehre und Macht Ihres päpstlichen Stuhls in jeder Beziehung zu erhöhen.“ (Cod. Justin., lib. 1, Titel 1, Baronii „Annales Ecclesiastici,“ Tom. VII, an. 533, Abschn. 12)
Mit der Einsetzung des Papstes als Oberhaupt aller Kirchen im Jahre 538 n. Chr. begann die Zeit der 42 Monate bzw. 1260 Vorherrschaft des Papsttums, die in der Prophezeiung von Daniel und der Offenbarung vorhergesagt ist (vgl. Dan 7,25b; Offb 13,5b) und endete am 15. Februar 1798 n. Chr., als die französischen Truppen unter General Louis-Alexandre Berthier Rom besetzten, die Republik ausriefen und Papst Pius VI für abgesetzt erklärten, der zunächst nach Siena, dann nach Florenz verbannt wurde. Bereits schwerkrank, wurde er schließlich nach Frankreich verschleppt. Nach einmonatiger Haft in der Zitadelle von Valence verstarb er dort im Sommer 1799 n. Chr.
Die päpstliche Vorherrschaft dauerte von 538 n. Chr. bis 15. Februar 1798 n. Chr. Das sind exakt 1260 Jahre.
Die päpstliche Vorherrschaft dauerte von 538 n. Chr. bis 15. Februar 1798 n. Chr. Das sind exakt 1260 Jahre.
LÄSTERT GOTT
Der Prophet Johannes schreibt:
„Da stieß es Lästerungen gegen Gott aus und verhöhnte seinen Namen und sein Zelt und alle, die im Himmel wohnen.“ (Offb 13,6)
Frage: Was bedeutet Lästerung in der Bibel?
Antwort: Als Christus sagte, dass er und der Vater eins sind, da hoben die Juden Steine auf, um ihn zu töten, wegen Gotteslästerung, weil er, obwohl nur Mensch, sich zu Gott gemacht hatte (vgl. Joh 10,30-33). Gotteslästerung ist also sich zu Gott machen.
Das ist genau, was die Päpste tun. Sie verkünden öffentlich:
Antwort: Als Christus sagte, dass er und der Vater eins sind, da hoben die Juden Steine auf, um ihn zu töten, wegen Gotteslästerung, weil er, obwohl nur Mensch, sich zu Gott gemacht hatte (vgl. Joh 10,30-33). Gotteslästerung ist also sich zu Gott machen.
Das ist genau, was die Päpste tun. Sie verkünden öffentlich:
„Wir haben auf dieser Erde den Platz des allmächtigen Gottes inne.“ (Papst Leo XIII – Enzykl. vom 20.06.1894)
„Der Papst nimmt die Stelle des wahrhaftigen Gottes auf dieser Welt ein.“ (Papst Innocenz III - De transl. Episc. 7/3 Corp. Jur. Can., Paris 1612)
„Der Papst nimmt nicht die Stellung eines bloßen Menschen ein, sondern die des wahrhaftigen Gottes.“ (Papst Gregor IX)
„Der Papst allein sitzt in dem Stuhl des heiligen Petrus, nicht als ein Mann bloß, sondern als Mann und Gott.“ (Papst Johannes XXII)
„Ja, du bist ein anderer Gott auf Erden.” (Labbe und Kossarts, Hist. of the Councils, 1672)
„Der Papst ist von so grosser Würde und Erhabenheit, dass er nicht einfach ein Mensch, sondern wie Gott und ein Stellvertreter Gottes ist.“ (Ferrari – Propta Bibliotheca, Art. Papa)
Diese Aussagen sprechen für sich.
Martin Luther erklärt:
“Daher lässt er sich nennen einen irdischen Gott, ja, einen Gott aller Götter, Herrn aller Herren, König aller Könige, nicht ein paar Menschen, sondern vermischt mit Gott oder ein göttern Menschen, gleichwie Christus selbst ist Gott und Mensch, dessen VICARIVS* er sein will, und sich noch darüber erhebt.” (Martin Luther in “Schmalkaldische Artikel”)
* Seit dem 13. Jahrhundert, seit Papst Innocenz III., bezeichnen sich alle Päpste als “VICARIVS FILII DEI“, was nichts anderes heißt als “Stellvertreter des Sohnes Gottes“.
Es gibt noch eine zweite Definition für Lästerung in der Bibel:
„Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: ‚Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.‘ Doch einige Schriftgelehrte, die dabeisaßen, dachten: ‚Wie kann er so etwas sagen? Das ist doch Gotteslästerung! Nur Gott allein kann Sünden vergeben!‘“ (Mk 2,5-7)
Jesus wird hier erneut von den Juden angeklagt Gott zu lästern, weil er erklärt hatte, dass er dem Mann die Sünden vergeben hat, da doch nur Gott Sünden vergeben kann.
Frage: Kann Jesus Sünden vergeben?
Antwort: Nur zu Jesus sprach Gott: „Der Herr hat einen Eid geschworen und wird ihn nicht brechen: Du bist für immer Priester nach der Ordnung des Melchisedeks.“ (Hebr 7,21)
Das Kult- oder Opfergesetz und der Priesterdienst in der jüdischen Gottesdienstordnung wurden eingesetzt, um den Tod und das Erlösungswerk Christi darzustellen. All diese Zeremonien hatten in sich keine Kraft, sondern sind Sinnbilder, die auf Christus weisen, der die Grundlage von diesem System ist und als Christus im Frühjahr des Jahres 31 auf Golgatha gekreuzigt wurde, da wurde „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt“ (Joh 1,29) geopfert. Gott, der Herr, „bezahlte für euch mit dem kostbaren Blut von Jesus Christus, der rein und ohne Sünde zum Opferlamm Gottes wurde.“ (1. Pt 1,19)
Als der Vorhang im Tempel zerriss, geschah das, um anzuzeigen, dass die Heiligkeit und der Zweck des Opfer- und Priesterdienstes ihr Ende gefunden hatten, „denn diese sind nur ein Schatten des Zukünftigen. Die Wirklichkeit aber ist Christus selbst.“ (Kol 2,17) Die Zeit war gekommen, dass irdische Opfer aufhörten. Ein neuer und lebendiger Weg wurde eröffnet. Alle können jetzt durch die Verdienste Christi zu Gott kommen. Niemand braucht von einem menschlichen Priester oder einem rituellen Opfer abhängig zu sein. Allen wird die Freiheit geschenkt, durch den persönlichen Erlöser direkt zu Gott zu gehen. Daher ist der Ablasshandel und die Messe des Papsttums ein gotteslästerliche Gräuel, durch welches das Priestertum nach der Ordnung Melchisedeks beiseitegesetzt werden soll.
Es gibt noch eine zweite Definition für Lästerung in der Bibel:
„Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: ‚Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.‘ Doch einige Schriftgelehrte, die dabeisaßen, dachten: ‚Wie kann er so etwas sagen? Das ist doch Gotteslästerung! Nur Gott allein kann Sünden vergeben!‘“ (Mk 2,5-7)
Jesus wird hier erneut von den Juden angeklagt Gott zu lästern, weil er erklärt hatte, dass er dem Mann die Sünden vergeben hat, da doch nur Gott Sünden vergeben kann.
Frage: Kann Jesus Sünden vergeben?
Antwort: Nur zu Jesus sprach Gott: „Der Herr hat einen Eid geschworen und wird ihn nicht brechen: Du bist für immer Priester nach der Ordnung des Melchisedeks.“ (Hebr 7,21)
Das Kult- oder Opfergesetz und der Priesterdienst in der jüdischen Gottesdienstordnung wurden eingesetzt, um den Tod und das Erlösungswerk Christi darzustellen. All diese Zeremonien hatten in sich keine Kraft, sondern sind Sinnbilder, die auf Christus weisen, der die Grundlage von diesem System ist und als Christus im Frühjahr des Jahres 31 auf Golgatha gekreuzigt wurde, da wurde „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt“ (Joh 1,29) geopfert. Gott, der Herr, „bezahlte für euch mit dem kostbaren Blut von Jesus Christus, der rein und ohne Sünde zum Opferlamm Gottes wurde.“ (1. Pt 1,19)
Als der Vorhang im Tempel zerriss, geschah das, um anzuzeigen, dass die Heiligkeit und der Zweck des Opfer- und Priesterdienstes ihr Ende gefunden hatten, „denn diese sind nur ein Schatten des Zukünftigen. Die Wirklichkeit aber ist Christus selbst.“ (Kol 2,17) Die Zeit war gekommen, dass irdische Opfer aufhörten. Ein neuer und lebendiger Weg wurde eröffnet. Alle können jetzt durch die Verdienste Christi zu Gott kommen. Niemand braucht von einem menschlichen Priester oder einem rituellen Opfer abhängig zu sein. Allen wird die Freiheit geschenkt, durch den persönlichen Erlöser direkt zu Gott zu gehen. Daher ist der Ablasshandel und die Messe des Papsttums ein gotteslästerliche Gräuel, durch welches das Priestertum nach der Ordnung Melchisedeks beiseitegesetzt werden soll.
FÜHRT KRIEG GEGEN DIE HEILIGEN
Der Prophet Johannes sagt:
„Es wurde dem Tier erlaubt, Krieg gegen die Heiligen Gottes zu führen und sie zu besiegen. Und es erhielt Macht über alle Stämme und alle Völker und alle Sprachen und alle Nationen.“ (Offb 13,7)
Die Inquisition wurde im 13. Jahrhundert zur Bekämpfung von Häresie (d. h. abweichende Lehre, Meinung, Doktrin, Ideologie, Weltanschauung) gegründet aber schon lange vorher wurde die religiöse Freiheit unterdrückt, Gott nach den Vorschriften des eigenen Gewissens anzubeten. Das Papsttum hatte alle verfolgt, die es wagten, sich nicht den religiösen Sitten und Gebräuchen des römischen Katholizismus anzupassen. Im Lauf der Jahrhunderte vielen ihr Millionen Menschen zum Opfer. Man geht bis zu 10 Millionen Tote, sowie unzählige Gefolterte, Misshandelte und Terrorisierten aus (SPIEGEL 01.06.1998). Der Vatikan selbst will diese Opferzahl erheblich nach unten korrigieren. Fakt aber ist, dass beim Kreuzzug im Jahre 1209 bis 1229 die Katharer vollständig ausgemerzt wurden und auch die Waldenser wurden fast völlig aus der Welt geschafft. Die Bartholomäusnacht (od. auch die Pariser Bluthochzeit, franz. Massacre de la Saint-Barthélemy) ist gut im kollektiven Gedächtnis geblieben, an der alle französischen Protestanten, die Hugenotten, in der Nacht vom 23. zum 24. August 1572 ermordet und in der Folge bei den Hugenottenkriegen fast völlig ausgerottet wurden. Den Protestanten in anderen Ländern Europas erging es nicht viel besser.
DIE TÖTLICHE WUNDE WIRD GEHEILT
Über dieses Tier aus dem Meer steht geschrieben:
"Und ich sah seiner Häupter eines, als wäre es tödlich wund; und seine tödliche Wunde ward heil. Und der ganze Erdboden verwunderte sich des Tieres." (Offb 13,3)
Wie wir bereits gesehen haben, wurde im Jahr 1798 n. Chr. Papst Pius VI von Napoleon entmachtete. Das war die "tödliche Wunde".
Das Heilwerden dieser Wunde geschah:
- Im Wiener Kongress vom 18. September 1814 bis 9. Juni 1815, als das Papsttum wieder als religiöse Institution anerkannt wurde. Von 1798 n. Chr. bis 1813 n. Chr. war der päpstliche Stuhl nicht anerkannt.
- Nach den Lateranverträgen am 11. Februar 1929 n. Chr., als der Staat der Vatikanstadt (Stato della Città del Vaticano) ein unabhängiger Staat wurde.
- In der Endzeit, wenn das Papsttum wieder Macht bekommen wird, so wie sie Macht im Mittelalter hatte.
WIRD ANGEBETET
Der Prophet Johannes prophezeit:
„Alle Menschen, die auf dieser Erde wohnen, werden es anbeten; alle, deren Namen nicht seit Erschaffung der Welt im Buch des Lebens aufgeschrieben sind - in dem Buch des Lammes, das geschlachtet wurde.“ (Offb 13,8)
Das Papsttum ist eigentlich eine Religiöse Macht, übte vor allem aber weltliche Macht aus, denn die Könige und Kaiser erhielten ihre Macht und Herrschaft von denselben und in dieser Hinsicht sticht die päpstliche Herrschaft besonders hervor.
Das ist eine wichtige Botschaft, die nicht übersehen werden darf: Alle, die das Papsttum anbeten, sind nicht im Buch des Lebens aufgeschrieben.
DAS TIER AUS DER ERDE
Der Prophet Johannes sieht ein weiteres Tier:
„Dann sah ich ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm und sprach mit der Stimme eines Drachen.“ (Offb 13,11)
Kennzeichen:
- Kommt aus der Erde (vgl. V. 11a)
- Kommt zeitlich nach dem ersten Tier hervor (um 1798 n. chr.)
- Hat zwei Hörner wie ein Lamm (vgl. V. 11b)
- Spricht mit der Stimme eines Drachen (vgl. V. 11c)
- Hat weltweite Macht (vgl. V. 12)
- Wirkte erstaunliche Wunder (vgl. V. 13)
- Verführt durch Zeichen (vgl. V. 14)
- Die Erde ist ein Sinnbild für menschenleeres Gebiet
KOMMT NACH DEM ERSTEN TIER HERVOR
Frage: Welche Nation begann sich im Jahre 1798 zu Macht und Größe zu entwickeln?Antwort: Unverkennbar die Vereinigten Staaten von Amerika, die, wie die Weissagung sagt, auf weitgehend unbewohnten Gebiet aufgekommen ist und sich allmählich und friedlich zur Großmacht entwickelt hat.
HAT ZWEI HÖRNER WIE EIN LAMM
Der Prophet Johannes erkennt:
„Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm.“ (Offb 13,11b)
- Ein Horn ist ein Sinnbild für Könige bzw. politische Macht (vgl. Dan 7,24)
- Das Lamm ist ein Sinnbild für Jugend, Unschuld und Milde
Das stellt treffend den Charakter zu der Zeit dar, als die USA am 4. Juli 1776 von Großbritannien unabhängig wurde. Die Regierung wurde auf der Grundlage bürgerlicher und religiöser Freiheit errichtet, das 1787/89 in der Unabhängigkeitserklärung festgehalten wurde. Republikanismus und Protestantismus sind die Grundsätze der Nation und das Geheimnis ihrer Stärke.
SPRICHT MIT DER STIMME EINES DRACHEN
Der Prophet Johannes hört:
„(Das Lamm) sprach mit der Stimme eines Drachen.“ (Offb 13,11c)
Die Drachenstimme weist auf einen grellen Widerspruch zwischen dem Bekenntnis und der Handlungsweise hin. Das "Reden" eines Volkes sind die Beschlüsse seiner gesetzgebenden und richterlichen Behörden. Diese werden die freien und friedlichen Grundsätze Lügen strafen. Seit 1991, als die Sowjetunion in fünfzehn einzelne Republiken zerfiel, ist die USA einzige Weltmacht.
WIRKT ERSTAUNLICHE ZEICHEN UND WUNDER
Der Prophet Johannes stellt fest:
„Es (das Tier aus der Erde) wirkte erstaunliche Wunder und ließ vor den Augen der Menschen Feuer vom Himmel auf die Erde regnen. Und mit den Wundern, die es mit der Erlaubnis des ersten Tieres tat, verführte es die Menschen, die auf der Erde wohnen.“ (Offb 13,13.14)
Die drei Mächte in Offb 13 sind:
- Das Meertier = Katholizismus
- Das Erdentier = Protestantismus
- Zeichen und Wunder = Spiritismus (Wirken Satans)
Diese drei Mächte wirken zusammen.
DER FALSCHE PROPHET
Über diese dreifache Vereinigung steht weiter geschrieben:
"Und ich sah aus dem Munde des Drachen und aus dem Munde des Tiers und aus dem Munde des falschen Propheten drei unreine Geister gehen, gleich den Fröschen; denn es sind Geister der Teufel, die tun Zeichen und gehen aus zu den Königen auf dem ganzen Kreis der Welt, sie zu versammeln in den Streit auf jenen Tag Gottes, des Allmächtigen." (Offb 16,13.14)
Drei Vereinigungen, die sich mit den politischen Mächten verbinden:
- Der Drache = Satan (siehe Offb 12,9) = Spiritismus
- Das Tier = Papsttum (siehe z. B. Offb 13,4.5) = Katholizismus
- Der falsche Prophet = ???
Antwort: "Und das Tier (das Papsttum) wurde gefangen und mit ihm der falsche Prophet, der in seinem Namen große Wunder getan und damit alle verführt hatte, die das Zeichen des Tieres angenommen und sein Standbild angebetet hatten." (Offb 19,20a)
Der falsche Prophet verführt die Menschen vor den Augen des Papsttums durch grosse Wunder.
Das ist Wortwörtlich wie in Offb 13,13.14a. Dort heisst es:
"Es (das Erdentier) wirkte erstaunliche Wunder und ließ vor den Augen der Menschen Feuer vom Himmel auf die Erde regnen. Und mit den Wundern, die es mit der Erlaubnis des ersten Tieres (das Papsttum) tat, verführte es die Menschen, die auf der Erde wohnen.“
Somit ist nun gewiss, dass der falsche Prophet und das Tier aus der Erde (USA/Protestantismus) identisch sind und somit wird deutlich, dass der falsche Prophet den abgefallenen Protestantismus darstellt.
DER WOLF IM SCHAFSPELZ
Jesus Christus, der Herr, warnt:
„Nehmt euch vor falschen Propheten in Acht. Sie kommen daher wie harmlose Schafe, aber in Wirklichkeit sind sie gefährliche Wölfe, die euch in Stücke reißen wollen. Ihr erkennt sie an ihrem Verhalten, so wie ihr einen Baum an seinen Früchten erkennt. An Dornbüschen wachsen keine Trauben und an Disteln keine Feigen. Ein gesunder Baum trägt gute Früchte, ein kranker Baum dagegen schlechte. An einem guten Baum wachsen keine schlechten Früchte, ebenso wenig wie ein kranker Baum gesunde Früchte hervorbringt.“ (Mt 7,15-18)
Der gute Baum ist der Glaube und die Früchte sind die guten Werke, die der Herr geboten hat. So sind die guten Werke eine Frucht des Glaubens. Jesus entlarvt hier die Werkgerechten, denn gute Früchte machen keinen guten Baum, sondern ein guter Baum macht gute Früchte. Gute Werke machen auch keine guten Menschen, sondern gute Menschen machen gute Werke. Christus entlarvt auch die, welche die Gesetzlosigkeit predigen, denn was ist ein Baum wert, der keine oder schlechte Früchte bring? Nichts. Und so ist auch ein Glaube nichts Wert, der nicht wirksam wird durch die Liebe (vgl. Gal 5,6).
Antwort: Natürlich nicht. Christus sagt ja deutlich:
DER RECHTE GLAUBE
Gute Werke sind in Gottes Gesetz vorgeschrieben, doch dienen sie dir nicht zum Heil, denn der Allmächtige fordert nicht von dir, dass du die Werke des Gesetzes tun sollst, in der Absicht dadurch vor Gott gerecht zu werden. Wenn du glaubst, durchs Gesetz gerecht und selig zu werden, so verfehlst du Christus und tust deiner Seele Gewalt an (siehe Spr 8,36), denn allein Christus macht dich gerecht, ohne all deiner Werke Zutun. Du sollst deinem Gott nicht aus Gewinnstreben, einem Geist des Habenwollens dienen, sondern aus Liebe und Dankbarkeit deinem Herrn gegenüber, ohne eigenen Nutzen. Erst wenn die Selbstsucht in dir erstorben und alles Geltungsstreben verbannt ist, erst dann bist du ein wahres Kind Gottes.
Frage: Sollst du nun die guten Werke lästern, entehren, verbieten oder verwerfen, so wie die protestantische Welt es heute tut?
Antwort: Natürlich nicht. Christus sagt ja deutlich:
„Man erkennt sie an ihren Früchten.“ (Mt 7,20)
So wie jeder gute Baum gute Früchte bringt, so bringt jeder gute Glaube gute Werke. So erkennst du an den guten Werken, ob Christus wirklich in deiner Seele wohnt. Sind aber deine Werke schlecht, so versichert dir der Herr:
„Deshalb wird jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, umgehauen und ins Feuer geworfen.“ (Mt 7,20)
Somit ist nun gewiss, dass „in den letzten Tagen der Welt werden schwere Zeiten kommen […] schlechte Menschen und Betrüger werden es immer schlimmer treiben. Sie werden andere in die Irre führen und dabei selbst in die Irre geführt werden.“ (2. Tim 3,1.13) „Dann wird der Gesetzlose erkennbar werden, und Jesus, der Herr, wird ihn mit dem Hauch seines Mundes töten und durch sein Erscheinen vernichten, wenn er wiederkommt.“ (2. Thes 2,8)
FAZIT
Eine Warnung ergeht vom Himmel an alle Menschen:
„Kommt fort von ihr, mein Volk. Beteiligt euch nicht an ihren Sünden, sonst werdet ihr mit ihr bestraft. Denn ihre Sünden türmen sich bis zum Himmel, und Gott wird sie bald für ihre ungerechten Taten bestrafen.“ (Offb 18,4.5)













